Familienvideos schneiden – Dein Workflow in 10 Schritten

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Gibt es eine Methode für schnellen Videoschnitt? Na klar!

Wenn du Kinder hast, dann hast du wenig Zeit. Das heißt: Wenn du schnell ein paar private Familienvideos machen willst, und auch noch Spaß dabei haben willst, dann muss es schnell gehen. Und dafür brauchst eine klare Reihenfolge der Schritte.

Videoschnitt Workflow

Das Geheimnis eines schnellen Videoschnitts ist der Workflow. Hier kommt die ultimative Schritt-für-Schritt-Anleitung, speziell für Eltern.

Schritt 1: Die Planung

Zuerst legst du fest, wann genau der zeitliche Anfang der Story ist, und wann das Ende. Dann machst du dir kurz Gedanken, was deine Story ist. Und was du mit deinem Video erreichen möchtest. Notiere dir diese Dinge in einem Notizbuch oder in einer digitalen Notiz. Wenn du bei der Videobearbeitung ins Stocken gerätst, dann schaust du wieder auf diese Notiz – und weiter geht’s mit Leichtigkeit!

Schritt 2: Das Projekt anlegen

Jetzt gehst du an den Computer ins Schnitt-Programm und legst das Projekt an. 

Schritt 3: Der Import

Als nächstes importierst du deine Clips für dieses eine Projekt. Achte darauf, dass du alle Clips, von allen Quellen importiert hast, bevor du mit der Videobearbeitung anfängst. Also vom Handy,  vielleicht auch von anderen Handys aus deiner Familie, von Kameras, von Speicherkarten, Festplatten, aus der Cloud und so weiter. Das kommt alles in deine Mediathek bzw. in dein Projekt.

Hast du dich schon zum kostenlosen Videoschnitt-Workshop angemeldet? Hier kannst du schauen, ob es aktuell freie Plätze gibt:

Schritt 4: Die Clip-Auswahl

Die Auswahl der besten Szenen machst du auf zwei Arten:
1. Gute Clips favorisierst du. Das heißt, du wählst die beste stelle im Clip aus.
2. Schlechte Clips löscht du am besten sofort.

Schritt 5: Videoschnitt

Jetzt beginnt der eigentliche Videoschnitt. Ab jetzt arbeitest du in der Timeline. Du ziehst deine Favoriten chronologisch in die Timeline. Dann bildest du Clip-Gruppen. Für kurze Einzel-Storys.Du beginnst, die Clips noch besser anzuordnen, also verschiebst sie in der Timeline. Du kürzt die Clips noch einmal in der Timeline, wenn nötig. Und natürlich löscht auch hier noch Clips, die doch nicht ganz so gut sind. Jetzt kannst du auch schon Zeitlupe und Zeitraffer anwenden, wo es passt. Du beschneidest Clips, bei denen der Ausschnitt nicht ganz gelungen ist. Bei verwackelten Clips probierst du eine Stabilisierung durch die Software. Und du legst Übergänge an, wo es passt.

Schritt 6: Fotos

Wenn du ein tolles Foto hast, das hilft, die Geschichte zu erzählen, kannst du es jetzt einsetzen.

Schritt 7: Texte

Jetzt ist es Zeit, ein paar Texte zu ergänzen. Du kannst jetzt ein kurzes Intro anlegen und einen Abspann. Oder: Welche kurzen Texte im Video würden helfen, um das Video verständlicher zu machen. Ortsangaben zum Beispiel. Oder Zeitangaben. Du kann auch ein Wort als lustigen Kommentar einblenden.

Schritt 8: Audio

Als nächstes korrigierst du die Audio-Pegel. Störgeräusche machst du lautlos. Stimmen müssen meistens lauter eingestellt werden. Damit hast du jetzt auch die Grundlage, um Musik herauszusuchen. Welche Musik passt an welche Stelle? Du machst die Musik dort leise, wo die Handlung nicht gestört werden soll. Und schließlich legst du noch ein paar Soundeffekte unter das Video.


Christian Sunderdiek

Über den Autor

Christian Sunderdiek ist Filmemacher und hat über 15 Jahre Erfahrung im Videoschnitt. Für die Leser dieses Blogs gibt er regelmässig kostenfreie Videoschnitt-Webinare für Einsteiger.


Schritt 9: Farbkorrektur

Mit der Farbkorrektur verbesserst du zum Beispiel Clips, die zu hell geworden sind. Oder du verbesserst Clips, die zu dunkel geworden sind. Entweder automatisch, oder manuell. Wenn du in deinem Videomaterial einen Farbstich hast, dann machst du noch den Weißabgleich. Das heißt, Du korrigierst die Farben dort, wo das Video zu gelblich geworden ist. Oder zu bläulich. 

Schritt 10: Effekte

Zum Abschluss kannst du auch Filter und Effekte anwenden, wo es passt. Es ist wichtig, dass du das erst als allerletztes machst.  Meistens gefällt einem das Video an diesem Punkt nämlich so gut, dass man gar keine Filter und Effekte braucht.

Der Trick mit der Musik

Nein, aber, eine Ausnahme gibt es manchmal von diesem Workflow. Grundsätzlich empfehle ich dir ja oben, die Musik erst relativ spät ins Projekt zu holen. Damit du erstmal deine Story aufbauen kannst, und mit der Bearbeitung der Musik keine doppelte Arbeit hast.

Manchmal funktioniert es aber auch genau umgekehrt. Wenn du beim Schnitt nicht vorankommst, suchst du erstmal eine passende Musik aus und legst sie unter Deine Clips, um dich in eine bestimmte Stimmung zu bringen. Du kannst dann spüren, in welche Richtung sich deine Story entwickelt. Es macht auch Spaß, zur Musik zu schneiden. Und du kommst wieder voran.

Jetzt hast du es geschafft …

Und wenn du das ganze Video noch mal zur Kontrolle abgespielt hast, dann ist es soweit. Du exportierst das fertige Video auf die Festplatte. Bingo. Glückwunsch. Du hast es geschafft. Dann stell schon mal die Getränke kalt, bereite das Popcorn vor, und lade deine Familie ein: Heute Abend ist die Weltpremiere deines Familienvideos!

Filmt eure Lieben, liebt eure Filme!

Euer Christian

Videoschnitt-Webinare für Einsteiger:

Dauer: 40 Minuten.
Ort: Online.
Gemacht von Eltern für Eltern.
Preis: null Euro.

 

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