Shotcut für Anfänger: So machst du aus Clips endlich richtige Filme
Neulich schrieb mir ein Papa: „Christian, ich habe 200 Clips vom letzten Sommerurlaub, aber keinen Plan, wie ich daraus einen Film machen soll.“ Seine Lösung war Shotcut – und seine Frage war: Wo fange ich an? Die Antwort bekommst du hier.
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Warum Shotcut für Anfänger perfekt ist
Dein Start mit Shotcut. Heute ist es endlich soweit.
Vielleicht sitzt du schon länger auf einem Berg voller Clips und fragst dich: Wann mache ich daraus endlich einen Film? Die Antwort lautet: jetzt.
Und das Beste daran: Shotcut kostet dich keinen Cent. Es ist ein kostenloses Schnittprogramm, das trotzdem alles kann, was du als Familienfilmer brauchst.
Aber Achtung: Der erste Blick auf die Oberfläche kann dich erschlagen. Viele Fenster, viele Knöpfe, viele Fachbegriffe. Das wirkt so, als wärst du plötzlich auf einem fremden Planeten gelandet.
Die gute Nachricht: Du musst nur ein paar Grundschritte kennen – und plötzlich wirkt alles logisch und einfach. Genau diese Schritte schauen wir uns jetzt an.
Das erste Projekt in Shotcut anlegen
Wenn du Shotcut öffnest, siehst du die Arbeitsfläche mit mehreren Bereichen. Keine Sorge, du musst dich nicht sofort mit allem beschäftigen.
Der Trick ist: Wir starten klein. Nur das, was du für dein erstes Projekt brauchst.
Und das beginnt mit einem neuen Projekt. Denn ein Projekt ist die „Wohnung“ deines Films. Hier werden alle Clips gesammelt, die Reihenfolge festgelegt, Effekte gespeichert und Musik eingebaut.
Ohne Projektdatei würdest du jedes Mal von vorne anfangen müssen. Mit Projektdatei speichert Shotcut deine Arbeit – so, dass du jederzeit weitermachen kannst.
So organisierst du deine Videoprojekte
Stell dir vor, du hast deine ganzen Familienvideos einfach irgendwo auf deinem Computer verstreut. Mal auf dem Desktop, mal im Download-Ordner, mal auf einer externen Festplatte. Chaos pur.
Genau das wollen wir vermeiden.
Ich lege mir deshalb immer einen Jahresordner an, zum Beispiel „2024 Projekte“. Darin liegen alle Filme, die ich in diesem Jahr schneide. Geburtstage, Urlaube, kleine Ausflüge. Alles hat seinen Platz.
Für jedes Projekt lege ich dann einen eigenen Unterordner an. Darin landen die Clips, die Projektdatei und alles, was dazu gehört. So ist mein Rechner sauber organisiert – und ich finde auch nach Jahren noch alles wieder.
Die perfekte Benennung deiner Projekte
Jetzt kommt ein Geheimtipp, der dir später Stunden an Sucherei erspart.
Gib deinem Projekt einen Namen nach einem festen Schema: Jahr – Monat – Thema. Also zum Beispiel „2024-06 Segeltag“.
Warum ist das so praktisch? Weil sich deine Projekte automatisch chronologisch sortieren. Und wenn deine Kinder irgendwann fragen: „Papa, zeig mal unser Strandvideo von 2023“, dann findest du es in Sekunden.
Kein Rätselraten mehr. Keine Suche durch kryptische Dateinamen. Einfach klar und übersichtlich.
Die richtigen Projekteinstellungen in Shotcut
Bevor du loslegst, wirf noch einen kurzen Blick auf die Projekteinstellungen.
Die gute Nachricht: Standardmäßig passt alles schon. Shotcut stellt Full HD ein, also 1920x1080 Pixel. Dazu eine Bildrate von 25 Bildern pro Sekunde. Genau das ist der europäische Standard und für Familienvideos perfekt.
Und jetzt kommt der spannende Teil: Diese Einstellungen wirken sich nur auf das Export-Ergebnis aus. Deine Clips bleiben in ihrer Originalqualität.
Das bedeutet: Hast du mit 50 Bildern pro Sekunde gefilmt, dann kannst du auch später noch flüssige Zeitlupen erstellen. Hast du 4K-Material, bleibt es beim Import 4K. Erst beim Export wird es in Full HD ausgegeben – und das reicht für Fernsehen, Laptop oder Beamer völlig aus.
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Clips importieren und clever organisieren
Jetzt geht’s an die Clips. Und hier passieren bei Anfängern die meisten Fehler.
Viele ziehen die Clips direkt von der SD-Karte in Shotcut. Klingt bequem, ist aber gefährlich. Denn Shotcut erstellt keine Kopien. Es arbeitet mit Verknüpfungen.
Das heißt: Wenn du die Karte entfernst oder die Dateien verschiebst, findet Shotcut die Clips nicht mehr. Dann siehst du im Vorschaufenster nur ein weißes Bild.
Die Lösung: Kopiere alle Clips zuerst in deinen Projektordner. Leg dir darin einen Unterordner „Footage“ an und zieh alles hinein – egal ob Handy oder Kamera. Und vergiss nicht die Aufnahmen deiner Familienmitglieder. Sonst fehlen am Ende wichtige Momente.
Warum ist das so wichtig? Stell dir vor, du öffnest dein Projekt in zwei Jahren nochmal. Wenn die Clips sauber im Projektordner liegen, funktioniert alles sofort. Wenn nicht, stehst du vor einem leeren Projekt.
Deine Clips in die Shotcut Timeline bringen
Jetzt wird es spannend. Du wählst alle Clips im Medienfenster aus, hältst Shift gedrückt und ziehst sie in die Timeline. Zack – dein erster Rohschnitt ist da.
Die Timeline ist der Ort, an dem dein Film entsteht. Hier legst du die Reihenfolge fest, hier kürzt du Aufnahmen, hier fügst du Musik hinzu. Mit dem Playhead kannst du durch dein Video scrollen. Mit der Leertaste startest du die Wiedergabe.
Und plötzlich passiert etwas: Dein Haufen aus Clips verwandelt sich in einen Film. Genau dafür bist du hier.
Clips sortieren und verschieben
Vielleicht passt die Reihenfolge noch nicht. Kein Problem. Du kannst Clips einfach verschieben. Mit „überschreibendem Einfügen“ machen sie automatisch Platz. Verschiebst du nach hinten, musst du den Platz manuell freiräumen.
Und wenn du den Magneten aktivierst, rasten die Clips exakt aneinander. Keine Lücken, kein Chaos. Einfach fließend.
Musik hinzufügen in Shotcut
Ein Film ohne Musik ist wie ein Urlaub ohne Sonne. Er funktioniert, aber die Stimmung fehlt.
Also fügen wir Musik hinzu. Rechtsklick in die Timeline, „Audiospur hinzufügen“, und schon liegt eine Spur unter deinen Clips bereit. Jetzt ziehst du deine Musik hinein.
Plötzlich verändert sich dein Film. Aus einer Aneinanderreihung von Szenen wird eine kleine Geschichte. Musik gibt Emotion. Musik macht deine Aufnahmen lebendig.
Musik anpassen und kürzen
Natürlich passt die Länge der Musik selten perfekt. Aber auch das ist einfach.
Setze den Playhead ans Ende deines Films, wähle die Musikspur, drücke „S“ und schneide den Rest ab. Schon endet die Musik exakt dort, wo auch dein Film endet.
Ein kleiner Trick, der große Wirkung hat.
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Vielleicht denkst du jetzt: „Klingt alles gut, aber das dauert bestimmt ewig.“
Und ja – wenn du alles selbst ausprobierst, dauert es lange. Aber nein – wenn du einen klaren Workflow hast, geht es schnell.
Ich selbst schneide meine Urlaubsfilme an einem einzigen Abend. Klingt verrückt? Ist es nicht. Es ist nur eine Frage der Reihenfolge.
Genau diesen Ablauf zeige ich dir in meinem kostenlosen Videoschnitt-Workflow-Webinar. Da erfährst du, wie du aus vielen Clips einen fertigen Film machst, ohne dich zu verzetteln. Schau einfach vorbei auf videoschnittwebinar.de.
Fazit: Dein Shotcut Start ist geschafft
Herzlichen Glückwunsch. Du hast gelernt, wie du ein Projekt anlegst, Clips importierst, sortierst und Musik einfügst.
Und damit bist du kein Clip-Sammler mehr, sondern ein Filmemacher.
Das Beste daran: Von hier aus wird es immer leichter. Je öfter du mit Shotcut arbeitest, desto natürlicher fühlt sich alles an. Und desto schneller wirst du deine Videos fertigstellen.
Also: Starte heute dein erstes Projekt. Deine Familie wird Augen machen, wenn sie euren ersten fertigen Film sieht.
Und du wirst dich fragen: Warum habe ich nicht schon viel früher angefangen?
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Über den Autor
Christian Sunderdiek ist Profi-Filmemacher und hat über 18 Jahre Erfahrung im Filmen und im Videoschnitt. Für die Leser dieses Blogs gibt er regelmässig kostenfreie Webinare für Hobby-Filmer.