Schneller schneiden in DaVinci Resolve: 12 Hacks für deinen Workflow
Du willst deinen Urlaubsfilm schneiden, bist motiviert, setzt dich an DaVinci Resolve – und nach zehn Minuten hängst du schon wieder in Zoomstufen, Menüs und Mausschieberei fest. Statt zu schneiden, kämpfst du mit der Software.
Genau hier setzt dieser Artikel an. Ich zeige dir 12 konkrete Hacks, mit denen du in DaVinci Resolve schneller schneiden kannst: versteckte Shortcuts, clevere Voreinstellungen, PowerBins und ein Profi-Workflow, der dir beim nächsten Urlaubsfilm Stunden an Rumgeklicke erspart.
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Warum du in DaVinci Resolve schneller schneiden lernen musst
DaVinci Resolve ist ein mächtiges Werkzeug. Farbkorrektur wie im Kino, Profi-Audio, unendlich viele Möglichkeiten. Das ist großartig – solange dich diese Möglichkeiten nicht ausbremsen.
Wenn du als HobbyfilmerIn deine Urlaubsfilme schneiden willst, dann hast du meist keine komplette Woche Zeit für einen einzigen Film. Du willst an einem Abend Ergebnisse sehen. Genau deshalb ist ein schneller Workflow in DaVinci Resolve keine Spielerei, sondern ein echter Gamechanger.
Das Ziel ist einfach: weniger Geklicke, weniger Suchen, weniger „Wo war noch mal diese Funktion“. Stattdessen: klare Shortcuts, feste Abläufe und ein System, mit dem du in DaVinci Resolve schneller schneiden kannst, ohne über jede Mausbewegung nachzudenken.
Die folgenden 12 Hacks kommen genau daher: aus echten Projekten, echten Urlaubsfilmen und echten Nervmomenten. Du findest dich vermutlich in vielen Situationen wieder – und hast danach eine direkte Lösung in der Hand.
Platz 12: Blitzschnell Platz in der Timeline schaffen
Du kennst die Situation: In der Mitte deiner Timeline soll ein neuer Clip rein. Also zoomst du raus, markierst alle Clips rechts, ziehst sie nach hinten, platzierst den neuen Clip, schiebst wieder zurück. Das kostet jedes Mal wertvolle Sekunden und zerstört deinen Flow.
In DaVinci Resolve geht das deutlich schneller. Der entscheidende Trick: Du wählst alle Clips rechts von deinem Playhead automatisch aus.
Drücke dazu Option (Mac) oder Alt (Windows) plus die Taste Y. Sofort werden sämtliche Clips rechts vom Abspielkopf markiert. Jetzt musst du nur noch alles gemeinsam nach hinten schieben – dein neuer Clip bekommt seinen Platz, ohne dass du vorher mühsam in der Timeline herumzoomst.
Dasselbe funktioniert auch links vom Playhead: mit Command (Mac) oder Steuerung (Windows) plus Y. So kannst du in Sekunden Platz schaffen, egal, wo dein Clip hin soll.
Das klingt banal, spart dir aber bei jedem Projekt Dutzende Mikro-Unterbrechungen. Und genau diese Kleinigkeiten sorgen am Ende dafür, dass du in DaVinci Resolve schneller schneiden kannst.
Platz 11: Alle Lücken auf einmal löschen
Beim Schnitt entstehen schnell kleine Lücken in der Timeline. Ein Clip gelöscht, irgendwo gekürzt, die Musik verschoben – und auf einmal blitzen überall diese grauen „Löcher“ zwischen den Clips. Du kannst sie natürlich einzeln anwählen und löschen. Oder du bist cleverer.
Der Trick: Du legst dir einen Shortcut an, der alle Lücken in einem Rutsch schließt.
Oben im Menü von DaVinci Resolve findest du den Punkt Tastaturbelegung. Dort suchst du nach der Funktion „Lücken schließen“. Wenn du sie anklickst, kannst du deine eigene Tastenkombination festlegen. Zum Beispiel Command + Löschen auf dem Mac oder Strg + Entf auf Windows.
Das Beste: Du kannst diese Belegung als eigene Tastatur-Voreinstellung speichern. Gib ihr einen Namen wie „Schneller Workflow“, speichere sie und wechsle bei Bedarf oben einfach zwischen verschiedenen Keyboard-Layouts.
Ab jetzt reicht ein einziger Shortcut und alle Lücken in deiner Timeline verschwinden. Gerade bei größeren Projekten ist das ein enormer Geschwindigkeits-Boost – und ein weiterer Schritt, um in DaVinci Resolve schneller zu schneiden, statt Lücken hinterherzulöschen.
Platz 10: Clips verschieben, ohne die Timeline zu zerstören
Clips in der Timeline umzuordnen, ist so ein versteckter Zeitfresser. Besonders im Schnitt-Alltag: Du willst nur schnell einen Clip nach vorne ziehen, und plötzlich reißt du dir die halbe Struktur auseinander.
Im Schnitt-Tab von DaVinci kannst du zwar einfach Clips zwischen andere ziehen und sie machen automatisch Platz. Aber wenn du hauptsächlich im Montagetab (Edit-Page) arbeitest, nervt der ständige Tab-Wechsel für einen simplen Handgriff.
Die Lösung: Du nutzt im Montagetab trotzdem das intelligente „Dazwischen-Schieben“ – nur per Tastenkombination.
Halte Command (Mac) oder Steuerung (Windows) plus Shift gedrückt, während du deinen Clip bewegst. Ziehst du ihn nun zwischen zwei andere Clips und lässt ihn am linken Clip „einrasten“, schieben sich die Nachbar-Clips automatisch auseinander, ohne dass du vorher Platz schaffen musst.
Wichtig: Achte darauf, den Clip wirklich an den linken Nachbar-Clip anzulegen. Sonst schneidest du ihn ungewollt in zwei Teile.
Wenn du komplett ohne Ziehen arbeiten willst, kannst du Clips auch per Shortcut springen lassen. Mit Command/Strg + Shift + Punkt hüpft dein Clip in der Spur nach rechts, mit Command/Strg + Shift + Komma nach links.
Gefällt dir diese Belegung nicht, suchst du in der Tastaturbelegung nach „vertauschen“ und legst dir eigene Shortcuts an. Ich nutze zum Beispiel Command + Shift + Bindestrich, weil Komma auf meinem Mac belegt ist.
Bonus: In der Tastaturübersicht siehst du jederzeit, welche Tasten bereits belegt sind. Wenn du versuchst, einen belegten Shortcut neu zu verwenden, warnt dich DaVinci Resolve. Das hilft dir, Ordnung in deinen Workflow zu bringen – und nicht mitten im Projekt Rätselraten zu spielen, warum plötzlich eine andere Funktion nicht mehr geht.
Platz 9: Turbo-Trimmen direkt am Playhead
Trimmen ist wohl die häufigste Schnittaktion überhaupt. Und gleichzeitig einer der Bereiche, in denen du unfassbar viel Zeit verlierst, wenn du es umständlich machst.
Die Standard-Varianten kennst du: Clip-Enden mit der Maus auf- und zuziehen, mit dem Klingenwerkzeug schneiden, mit Command/Strg + B einen Schnitt setzen und dann den überflüssigen Teil löschen. Funktioniert, ist aber oft langsam.
In DaVinci Resolve gibt es eine versteckte Funktion, die das deutlich schneller macht: Trimmen direkt am Abspielkopf mit Ripple-Effekt.
In der Tastaturbelegung findest du unter Trimmen die Optionen „am Abspielkopf anhalten“ und „am Abspielkopf starten“. Diese Funktionen sorgen dafür, dass alles vor oder nach dem Playhead abgeschnitten wird – und die Timeline automatisch ohne Lücke zusammenrutscht.
Die Standard-Shortcuts sind nicht besonders intuitiv. Deshalb lohnt es sich, eigene anzulegen. Zum Beispiel Steuerung/Windows + A für vorne trimmen (alles vor dem Playhead löschen) und Steuerung/Windows + E für hinten trimmen (alles nach dem Playhead löschen). Auf dem Mac kannst du ähnlich denken.
Der Ablauf ist dann extrem simpel: Du spielst die Szene ab, stoppst an der Stelle, an der der Clip beginnen oder enden soll, und trennst mit einem einzigen Tastendruck alles davor oder dahinter weg. Kein extra Werkzeug, kein Markieren, kein Löschen.
Wenn du diese Technik verinnerlicht hast, merkst du sehr schnell, wie viel flüssiger dein Schnitt wird. Du schaust mehr aufs Bild und weniger auf deine Maus – ein klarer Schritt in Richtung „DaVinci Resolve schneller schneiden“.
Platz 8: Bildausschnitt direkt im Viewer einstellen
Viele arbeiten in DaVinci Resolve beim Bildausschnitt ausschließlich über die Regler im Inspektor: Zoom, Position, Rotation, Crop. Das funktioniert, ist aber zäh. Ständig kleine Zahlen anpassen, hin und her klicken – das kostet Fokus.
Schneller geht es direkt im Vorschaufenster.
Aktiviere im Viewer das kleine Transform-Symbol. Ab jetzt kannst du deinen Clip direkt im Bild verschieben, skalieren und rotieren. Greif den Clip mit der Maus, zieh ihn an die richtige Position, ziehe an den Ecken, um ihn größer oder kleiner zu machen, und nutze die Kreise für die Rotation.
Über den kleinen Pfeil im Viewer-Menü findest du weitere Optionen wie Zuschneiden. Auch das funktioniert direkt im Bild: Du packst einfach die Crop-Ränder und schiebst sie dorthin, wo du sie brauchst.
Wenn dein Viewer danach „verrutscht“ aussieht, stellst du oben mit „Anpassen“ oder per Shortcut Z wieder auf die komplette Ansicht zurück.
Das klingt banal, spart dir aber pro Projekt unzählige Klicks im Inspektor – und macht das Anpassen von Bildausschnitten deutlich intuitiver.
Platz 7: Dynamic Zoom statt mühsamer Keyframes
Du hast ein Foto in deinem Video, möchtest aber nicht, dass es einfach starr im Bild hängt. Ein leichter Zoom-in oder Pan-Effekt macht das Ganze direkt lebendiger. Viele steigen dafür in Keyframes ein: Startpunkt setzen, Endpunkt setzen, Werte anpassen. Kann man machen. Muss man aber nicht.
DaVinci Resolve bietet dir dafür den Dynamic Zoom, oft auch als Ken-Burns-Effekt bekannt.
Im Inspektor kannst du für deinen Clip den Dynamic Zoom einfach aktivieren. Sofort bekommt dein Foto (oder auch ein Videoclip) eine sanfte Bewegung. Der Charme: Du legst Anfangs- und Endausschnitt direkt im Viewer fest.
Grün markiert die Startposition, Rot die Endposition. Zieh die Rahmen dorthin, wo du starten und enden willst – fertig. Über die Einstellungen im Inspektor kannst du festlegen, ob der Zoom rein oder raus gehen soll und welche Beschleunigungskurve genutzt wird.
Gerade bei Familienfotos im Urlaubsfilm ist das eine schnelle Möglichkeit, aus statischen Bildern kleine Mini-Szenen zu machen. Und du musst dafür nicht ein einziges Mal in die Keyframe-Hölle abtauchen.
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Platz 6: Playback-Auflösung senken, wenn dein Rechner stöhnt
Vielleicht hast du keinen neuen High-End-Rechner daheim. Musst du auch nicht. Aber du kennst sicher das Problem: Du spielst einen 4K-Clip in der Timeline ab, und DaVinci Resolve ruckelt sich einen ab. Du hörst den Ton, das Bild bleibt stehen, der Spaß ist weg.
Statt jedes Mal frustriert abzubrechen, kannst du die Abspiel-Auflösung für die Timeline gezielt senken.
Oben im Menü unter Wiedergeben findest du die Einstellung „Timeline Playback Resolution“. Hier kannst du festlegen, in welcher Auflösung DaVinci dein Material in der Vorschau abspielt, zum Beispiel halb oder ein Viertel der Projektauflösung.
Auf den Export hat das keinen Einfluss. Dein Film wird nach wie vor in voller Qualität gerendert. Aber in der Timeline läuft alles deutlich flüssiger. Du siehst vielleicht ein leicht weicheres Bild, dafür kannst du endlich wieder im Flow arbeiten.
Gerade wenn du viele Effekte oder hochauflösende Clips nutzt, ist das eine der schnellsten Maßnahmen, um in DaVinci Resolve schneller schneiden zu können, ohne in neue Hardware investieren zu müssen.
Platz 5: Audio eines Clips schnell zurückholen
Du kennst das: Du hast irgendwo im Projekt am Ton herumgebastelt, hast Spuren getrennt, Clips verschoben – und plötzlich ist das Audio eines Videoclips weg. Entweder komplett gelöscht oder so verrutscht, dass nichts mehr zusammenpasst.
Die gute Nachricht: Du musst den Clip nicht neu in die Timeline ziehen und alles von vorne machen. Du kannst das Original-Audio in DaVinci Resolve ganz einfach neu verknüpfen.
Setz deinen Playhead auf den Clip, dessen Ton dir fehlt, und drücke die Taste F. Dadurch öffnet sich der Source Viewer mit genau diesem Material.
Im Vorschaufenster siehst du jetzt zwei kleine Symbole: eines für Video, eines für Audio. Über das Audio-Icon ziehst du dir den Originalton des Clips direkt zurück in deine Timeline, exakt an die richtige Stelle.
Wenn Bild und Ton wieder dort liegen, wo sie hingehören, markierst du beide und verknüpfst sie per Rechtsklick über „Clips verknüpfen“. So verhinderst du, dass dir dieses Audio beim nächsten Verschieben schon wieder davonläuft.
Platz 4: Fehlende Medien sauber neu verknüpfen
DaVinci Resolve ist gnadenlos ehrlich: Wenn du Dateien auf deiner Festplatte verschiebst oder umbenennst, meldet sich das Programm mit knallroten Clips in der Timeline. Nichts läuft mehr, nichts spielt ab. Für viele ist das ein kleiner Herzinfarkt-Moment.
Zum Glück musst du dein Projekt deshalb nicht beerdigen. Du kannst die Clips neu verknüpfen, und zwar sehr komfortabel.
Mach einen Rechtsklick auf einen fehlenden Clip in der Timeline oder im Medienpool und wähle „Ausgewählte Clips neu verknüpfen“. Jetzt navigierst du einfach zum neuen Speicherort deiner Dateien.
Hast du den Überblick verloren, wo genau die Clips liegen, kannst du auch einen übergeordneten Ordner oder gleich die komplette Platte auswählen. DaVinci Resolve durchsucht den Pfad und stellt die Verknüpfung automatisch wieder her – vorausgesetzt, die Dateien existieren noch.
Je nach Plattengröße kann das kurz dauern, aber es erspart dir stundenlanges manuelles Suchen und Neu-Importieren. Dieser eine Trick hat mir schon mehrfach komplette Projekte gerettet.
Platz 3: Export-Presets für immer gleiche Ergebnisse
Der Export-Tab in DaVinci Resolve ist für viele am Anfang ein kleiner Dschungel. Codecs, Bitraten, Container, Auflösungen – theoretisch spannend, praktisch willst du einfach deinen Film in guter Qualität für YouTube, Familienfernseher oder WhatsApp.
Der Fehler: Viele klicken sich bei jedem Export wieder durch denselben Einstellungswald. Das ist verlorene Zeit.
Besser: Du legst dir ein Export-Preset an.
Stell deinen Export einmal so ein, wie du ihn brauchst. Auflösung, Codec, Framerate, Datenrate, Dateiname-Vorlage – alles. Dann klickst du oben im Export-Tab auf die drei Punkte und wählst „Als neue Voreinstellung speichern“.
Gib deiner Voreinstellung einen sinnvollen Namen, zum Beispiel „Familienvideos 4K“ oder „YouTube Urlaubsfilme“. Ab jetzt taucht dieses Preset in der Liste deiner Render-Voreinstellungen auf.
Beim nächsten Projekt klickst du es einfach an und kannst sofort zur Render-Queue springen. Keine zehn Klicks mehr pro Export, keine Verwechslungsgefahr bei den Einstellungen – und damit wieder ein Stück mehr Tempo in deinem Schnitt-Alltag.
Platz 2: PowerBins – deine immer verfügbare Bibliothek
Mit der Zeit sammelst du Elemente, die du in vielen Projekten wiederverwendest: Musik, Soundeffekte, Bauchbinden, Logos, Intros. Wenn du sie bei jedem Projekt neu importierst, verschwendest du jedes Mal Zeit – und verlierst schnell den Überblick.
DaVinci Resolve hat dafür eine geniale, aber etwas versteckte Lösung: PowerBins.
Im Medien-Fenster kannst du über die drei Punkte die PowerBins sichtbar machen. Sobald sie aktiviert sind, erscheint links ein neuer Bereich. Alles, was du dort hineinlegst, ist projektübergreifend verfügbar.
Das heißt: Wenn du deine Musikbibliothek in einen PowerBin ziehst, hast du sie in jedem neuen Projekt direkt zur Hand. Kein erneutes Importieren, kein Suchen in irgendwelchen Ordnern.
Wichtig: Auch hier arbeitet DaVinci mit Verknüpfungen. Wenn du die Dateien auf deiner Festplatte verschiebst oder umbenennst, werden sie im PowerBin als fehlend markiert. Halte deshalb deine Ordnerstruktur möglichst stabil.
Wenn du PowerBins einmal sauber eingerichtet hast, fühlst du dich beim Start eines neuen Projekts fast wie in deinem eigenen kleinen Schnittstudio. Alles ist schon da – du musst nur noch auswählen.
Platz 1: Der Workflow-Trick, der alles verändert
Jetzt kommt der Teil, an dem sich entscheidet, ob du am Ende wirklich in DaVinci Resolve schneller schneiden wirst – oder trotz aller Hacks doch wieder im Chaos landest.
Der wichtigste Unterschied zwischen HobbyfilmerInnen und Profi-CutterInnen ist nicht die Software. Es ist der Workflow. Profis schneiden nie planlos drauflos. Sie arbeiten eine klare Reihenfolge ab.
Viele Amateur-Schnittsessions sehen so aus: Erst ein bisschen grob trimmen, dann schnell mal Farbe testen, zwischendurch schon Musik drunterlegen, dann wieder Clips verschieben, dann Audioeffekte probieren, dann doch wieder zurück zur Reihenfolge. Und dann fällt dir auf, dass du einen Clip ganz streichen musst, in den du gerade noch Zeit für Farbkorrektur und Ton investiert hast.
Genau dieses Hin- und Herspringen ist dein größter Zeitfresser. Es fühlt sich nach „viel Arbeit“ an, produziert aber wenig Fortschritt.
Profis arbeiten deshalb mit einem festen Workflow: erst Material sichten und auswählen, dann grob strukturieren, dann den Feinschnitt, dann Ton, dann Musik, dann Effekte, dann Farbe, dann Export. Reihenfolge kann variieren, aber das Prinzip bleibt gleich: ein Schritt nach dem anderen, nie alles gleichzeitig.
Übertragen auf deine Urlaubsfilme heißt das: Bevor du versuchst, in DaVinci Resolve schneller zu schneiden, brauchst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die du jedes Mal abarbeitest. Sobald du sie verinnerlicht hast, wirst du merken, dass Schnitt nicht nur schneller, sondern auch entspannter wird.
Dein nächster Schritt: Der 10-Schritte-Workflow für deinen Urlaubsfilm
Genau diesen Profi-Workflow habe ich in meinem Videoschnitt-Workflow-Webinar zusammengefasst. Ich habe mir angeschaut, wie Cutter in Agenturen und Produktionsfirmen arbeiten, das Ganze auf Hobbyfilmer-Niveau runtergebrochen und daraus eine klare 10-Schritte-Struktur für Urlaubsfilme gebaut.
In diesem Webinar zeige ich dir, wie du dein Material sinnvoll vorbereitest, wie du systematisch von der Rohfassung zum Feinschnitt kommst, wann du dich um Ton, wann um Musik und wann um Farbe kümmerst. Und vor allem: wie du es schaffst, deinen Urlaubsfilm an einem einzigen Abend fertig zu schneiden, statt ihn über Monate mitzuschleppen.
Das Webinar ist für dich genauso kostenfrei wie dieses YouTube-Video. Du meldest dich an, suchst dir einen Termin aus und gehst mit mir Schritt für Schritt den Workflow durch, den ich selbst für meine Familienfilme nutze.
Wenn du das hier liest und innerlich spürst, wie viel Zeit du in der Vergangenheit im Schnitt verschenkt hast, dann ist das dein realistischer Hebel. Nutze die 12 Hacks aus diesem Artikel, leg dir deine Shortcuts an, probiere PowerBins und Export-Presets aus – und hol dir dann den roten Faden, der alles zusammenbringt.
Und bis dahin gilt wie immer: Filme deine Lieben – und liebe deine Filme.
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Über den Autor
Christian Sunderdiek ist Profi-Filmemacher und hat über 18 Jahre Erfahrung im Filmen und im Videoschnitt. Für die Leser dieses Blogs gibt er regelmässig kostenfreie Webinare für Hobby-Filmer.