Die richtige Verschlusszeit beim Filmen einfach erklärt für Hobbyfilmer
Die richtige Verschlusszeit beim Filmen ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Fotografieren und Filmen. Und genau hier machen viele Hobbyfilmer unbewusst ihre größten Fehler.
Hier geht es direkt zum kostenfreien Kamera-Webinar
Warum die Verschlusszeit beim Filmen komplett anders funktioniert als beim Fotografieren
Die meisten Hobbyfilmer kommen ursprünglich aus der Fotografie. Genau deshalb entsteht oft ein Denkfehler. Beim Fotografieren versuchen wir Bewegungsunschärfe zu vermeiden. Das Bild soll knackig scharf sein. Deshalb wählen wir häufig möglichst kurze Verschlusszeiten. Beim Filmen funktioniert das überraschenderweise genau andersherum.
Hier wollen wir Bewegungsunschärfe sogar bewusst haben. Denn genau diese leichte Unschärfe sorgt später dafür, dass Bewegungen natürlich wirken. Ohne sie sehen Bewegungen hektisch, abgehackt und irgendwie künstlich aus. Und genau deshalb ist die Verschlusszeit beim Filmen eine der wichtigsten Einstellungen überhaupt.
Warum unser Gehirn Bewegungsunschärfe erwartet
Das Spannende ist: Unser Gehirn kennt Bewegungsunschärfe bereits aus dem echten Leben. Du kannst das sofort selbst testen.
Halte deine Hand mit gespreizten Fingern vor dein Gesicht und bewege sie schnell hin und her. Du siehst jetzt keine gestochen scharfen Einzelbilder deiner Finger. Stattdessen wirken sie leicht verwischt. Und genau so erwartet unser Gehirn Bewegung auch im Film.
Wenn jedes einzelne Bild plötzlich messerscharf eingefroren ist, wirkt die Bewegung unnatürlich. Fast wie bei einer billigen Sportübertragung oder einem hektischen Smartphonevideo.
Der häufigste Fehler bei der Verschlusszeit beim Filmen
Viele stellen die Verschlusszeit beim Filmen viel zu kurz ein. Besonders draußen bei Sonne passiert das schnell automatisch. Die Kamera versucht das Bild korrekt zu belichten und verkürzt dabei die Verschlusszeit extrem.
Das Ergebnis sieht technisch zwar scharf aus, aber eben nicht filmisch. Bewegungen wirken plötzlich hart. Unruhig. Abgehackt. Gerade bei Menschen fällt das sofort auf. Hände, Kopfbewegungen oder laufende Personen sehen dann irgendwie falsch aus.
Und genau deshalb solltest du beim Filmen eben nicht einfach irgendeine Verschlusszeit verwenden.
Die einfache Regel für natürliche Bewegungen
Jetzt kommt der entscheidende Trick. Beim Filmen mit 25 Bildern pro Sekunde verwendest du idealerweise immer eine Verschlusszeit von 1/50 Sekunde.
Und das Verrückte daran ist: Diese Einstellung bleibt dann oft den ganzen Tag gleich. Egal ob Sonne, Schatten oder Innenraum. Das wirkt auf FotografInnen erstmal ungewohnt. Denn beim Fotografieren ändern wir die Verschlusszeit ständig. Beim Filmen dagegen bleibt sie möglichst konstant.
Und genau dadurch entstehen diese weichen, flüssigen Bewegungen, die wir aus Filmen kennen.
Webinar: Filmen lernen mit der Kamera
Melde dich jetzt hier zum kostenlosen Webinar an. Die fünf Geheimnisse professioneller Familienvideos: Kamera-Webinar
Warum die 1/50-Regel das Filmen einfacher macht
Das Interessante daran: Filmen wird dadurch in vielen Situationen sogar einfacher als Fotografieren. Du musst nicht ständig überlegen, welche Verschlusszeit gerade sinnvoll wäre. Du kennst deine Einstellung bereits.
1/50 Sekunde. Fertig.
Dadurch wird das Filmen ruhiger. Klarer. Strukturierter. Und genau das hilft HobbyfilmerInnen enorm.
Warum viele Kameras trotzdem falsche Ergebnisse liefern
Das Problem ist nicht die Kamera. Das Problem ist die Automatik. Viele Kameras priorisieren korrekte Helligkeit und ignorieren dabei die filmische Bewegungsdarstellung.
Die Kamera denkt technisch. Du musst filmisch denken. Und genau deshalb lohnt es sich, die Verschlusszeit bewusst fest einzustellen. Vor allem draußen bei hellem Licht macht das einen riesigen Unterschied.
Was passiert, wenn du die Verschlusszeit falsch einstellst
Zu kurze Verschlusszeiten erzeugen hektische Bewegungen. Zu lange Verschlusszeiten erzeugen dagegen zu starke Unschärfe und verschmierte Bilder.
Deshalb funktioniert die 1/50-Regel so gut. Sie liegt genau in dem Bereich, den unser Gehirn als natürlich empfindet. Und genau deshalb sehen Kinofilme seit Jahrzehnten ähnlich flüssig aus.
Warum die richtige Verschlusszeit beim Filmen sofort professioneller wirkt
Das Faszinierende ist: ZuschauerInnen können oft gar nicht erklären, warum ein Video hochwertiger aussieht. Sie merken nur, dass es angenehmer wirkt. Ruhiger. Cineastischer.
Und genau daran ist häufig die richtige Verschlusszeit beteiligt. Es ist einer dieser kleinen technischen Unterschiede, die emotional eine große Wirkung haben.
Die Verschlusszeit beim Filmen ist nur einer von mehreren wichtigen Tricks
Viele glauben, gute Videos entstehen nur durch teure Kameras. In Wirklichkeit entscheiden oft Grundlagen wie diese über die Bildwirkung.
Die richtige Verschlusszeit. Saubere Bewegungen. Natürliche Bildwirkung. Und genau deshalb lohnt es sich, diese Grundlagen wirklich zu verstehen.
Vom Hobby-Fotografen zum Video-Hero
Wenn du bisher hauptsächlich fotografierst und jetzt endlich auch schöne Videos mit deiner Kamera aufnehmen willst, dann solltest du genau diese Unterschiede kennenlernen. Denn Filmen folgt eigenen Regeln. Und sobald du diese verstanden hast, wird vieles plötzlich einfacher.
Genau dafür habe ich mein Webinar entwickelt: Vom Hobby-Fotografen zum Video-Hero. Dort zeige ich dir Schritt für Schritt die wichtigsten Einstellungen und Tricks, damit deine Videos endlich flüssig, ruhig und professionell aussehen.
Das Webinar dauert etwa 60 Minuten und ist aktuell kostenfrei. Den Link findest du unter dem Video.
Bis dahin: Filme deine Lieben und liebe deine Filme.
Melde dich jetzt zum Kamera-Webinar an:
Über den Autor
Christian Sunderdiek ist Profi-Filmemacher und hat über 18 Jahre Erfahrung im Filmen und im Videoschnitt. Für die Leser dieses Blogs gibt er regelmässig kostenfreie Webinare für Hobby-Filmer.