DaVinci Resolve Tutorial 2026 für Anfänger: Dein erster Film
Dieses DaVinci Resolve Tutorial für Anfänger ist für dich, wenn du das Programm öffnest und sofort denkst: Hilfe, ich wollte doch nur ein Familienvideo schneiden. Keine Sorge. Für den Einstieg brauchst du viel weniger Funktionen, als DaVinci Resolve dir zeigt.
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DaVinci Resolve Tutorial für Anfänger: Du brauchst nicht die ganze Software
DaVinci Resolve sieht am Anfang riesig aus. Wirklich riesig. Du öffnest das Programm, siehst Arbeitsbereiche, Tabs, Fenster, Regler, Kurven, Farbräder, Tonspuren und denkst vielleicht: Ich wollte doch nur meinen Urlaubsfilm schneiden und nicht die Steuerung eines Atomkraftwerks übernehmen.
Die gute Nachricht: Für deine ersten Familien- und Urlaubsfilme brauchst du nicht die komplette Software. Du brauchst nicht jede Farbseite, nicht jede Tonfunktion, nicht jede Fusion-Möglichkeit und auch nicht jeden Knopf, der irgendwo im Programm herumsteht und so tut, als wäre er wichtig.
Was du brauchst, ist ein klarer Ablauf. Genau darum geht es in diesem DaVinci Resolve Tutorial für Anfänger. Wir gehen nicht in jedes Profi-Detail, sondern durch die wichtigsten Schritte, die dich möglichst schnell vom Rohmaterial zum fertigen Film bringen.
Der Ablauf ist einfach: Projekt anlegen, Grundeinstellungen setzen, Clips importieren, die besten Stellen auswählen, Clips in die Timeline ziehen, Reihenfolge sortieren, schneiden, Musik darunterlegen, einen Titel setzen, Farben etwas verbessern und den Film exportieren.
Mehr brauchst du am Anfang nicht. Und das ist schon eine ganze Menge.
Warum ein fester Ablauf wichtiger ist als noch ein Effekt
Viele EinsteigerInnen scheitern nicht, weil DaVinci Resolve zu wenig kann. Sie scheitern, weil DaVinci Resolve zu viel kann. Das Programm ist stark. Aber genau das macht es am Anfang gefährlich.
Du klickst hier. Du probierst dort. Plötzlich bist du im Farbtab, obwohl dein Film noch gar nicht geschnitten ist. Dann suchst du Musik, obwohl die Reihenfolge der Clips noch nicht stimmt. Dann fügst du einen Titel ein, änderst wieder den Schnitt und darfst den Titel danach erneut anpassen.
Das fühlt sich beschäftigt an. Aber es bringt dich nicht schnell zum fertigen Film.
Ein Workflow schützt dich davor. Er sagt dir, was als Nächstes kommt. Und manchmal noch wichtiger: Er sagt dir, was du jetzt gerade nicht machen musst.
Die Oberfläche verstehen: Medien, Timeline und Vorschau
DaVinci Resolve ist in verschiedene Arbeitsbereiche aufgeteilt. Diese Tabs wirken am Anfang vielleicht einschüchternd, aber du brauchst für den Einstieg nur wenige Bereiche wirklich bewusst. Blackmagic beschreibt DaVinci Resolve als Lösung für Schnitt, visuelle Effekte, Motion Graphics, Farbkorrektur und Audiopostproduktion auf Mac, Windows und Linux. Das erklärt, warum die Software so groß wirkt: Sie kann eben sehr viel mehr als nur einfache Urlaubsvideos schneiden.
Für dich als EinsteigerIn ist trotzdem erstmal nur die Grundlogik wichtig. Oben links findest du das Medienfenster. Dort liegen deine Videoclips, Musik, Soundeffekte, Titel und andere Dateien, die du in deinem Projekt verwenden kannst.
Unten befindet sich die Timeline, also die Zeitleiste. Hier entsteht dein Film. Alles, was dort liegt, wird später Teil deines Videos. Alles, was nur im Medienfenster liegt, ist erstmal nur Material.
Oben rechts siehst du das Vorschaufenster. Dort wird dir immer die Stelle angezeigt, die du gerade bearbeitest. Wenn du einen Clip auswählst, einen Schnitt prüfst oder durch dein Video scrollst, schaust du hier hin.
Warum diese drei Bereiche schon fast reichen
Medienfenster, Timeline, Vorschaufenster. Wenn du diese drei Bereiche verstanden hast, hast du schon viel gewonnen. Oben liegt dein Material. Unten baust du deinen Film. Rechts siehst du das Ergebnis.
So einfach darf man das am Anfang sehen. Natürlich gibt es später noch Inspector, Mixer, Farbseite, Fairlight, Deliver-Seite und vieles mehr. Aber du musst nicht alles gleichzeitig lernen.
Der Anfängerfehler ist nicht, zu wenig zu wissen. Der Anfängerfehler ist, alles auf einmal wissen zu wollen.
DaVinci Resolve auf Deutsch stellen und Projekt anlegen
DaVinci Resolve ist häufig standardmäßig auf Englisch eingestellt. Du kannst die Sprache aber umstellen. Dazu gehst du oben über DaVinci Resolve in die Preferences, dann in den Bereich User und wählst Deutsch als Sprache aus. Danach musst du DaVinci Resolve einmal neu starten, damit die Änderung übernommen wird.
Wenn du DaVinci Resolve öffnest, landest du zuerst in der Projektübersicht. Dort kannst du bestehende Projekte öffnen oder ein neues Projekt erstellen. Für deinen Familienfilm gibst du dem Projekt am besten sofort einen sinnvollen Namen. Zum Beispiel Urlaub Italien 2026, Familienausflug Zoo oder Bootexpeditionen.
Klingt banal. Ist aber wichtig. Ein Projekt mit dem Namen Untitled Project 7 findet später niemand gerne wieder. Schon gar nicht, wenn du mehrere Familienfilme schneiden willst.
Die richtige Bildrate vor dem Schnitt einstellen
Bevor du Clips importierst und in die Timeline ziehst, solltest du deine Projekteinstellungen prüfen. Unten rechts findest du das kleine Zahnrad. Dort stellst du die Timeline Framerate ein. Für klassische Videoprojekte in Europa ist 25 Bilder pro Sekunde eine sinnvolle Einstellung.
Wichtig ist: Mach das am Anfang. Nicht erst, wenn dein halber Film schon in der Timeline liegt. Die Bildrate ist eine Grundeinstellung. Sie gehört zum Fundament deines Projekts.
Du musst daraus keine Wissenschaft machen. Aber wenn du bewusst mit 25 Bildern pro Sekunde arbeitest, hast du für normale Familien- und Urlaubsvideos eine solide Basis.
Clips importieren und sauber sortieren
Jetzt importierst du dein Material. Das geht über die Mediathek beziehungsweise das Medienfenster. Du machst einen Rechtsklick, wählst Medien importieren, navigierst zu deinem Ordner und klickst auf Öffnen. Danach liegen deine Clips im Medienfenster.
Blackmagic beschreibt den Einstieg ähnlich einfach: Dateien auf der Festplatte suchen, in den Media Pool ziehen und mit dem Schnitt beginnen. DaVinci Resolve unterstützt außerdem viele Video- und Audioformate, was besonders praktisch ist, wenn du Material von verschiedenen Kameras, Handys oder Actioncams verwendest.
Wenn die Clips importiert sind, solltest du sie sinnvoll sortieren. Am besten nach Datum und Uhrzeit, aufsteigend. Dann liegen die Clips in der Reihenfolge, in der sie aufgenommen wurden. Für Urlaubsfilme ist das meistens genau das, was du brauchst.
Chronologische Ordnung spart dir später Sucherei
Ein Familien- oder Urlaubsfilm erzählt oft einen Ablauf. Ankommen, losgehen, erleben, zurückfahren. Wenn deine Clips chronologisch sortiert sind, musst du diese Reihenfolge nicht jedes Mal neu im Kopf zusammensetzen.
Du siehst schneller, was zusammengehört. Der Bootsausflug liegt beim Bootsausflug. Der Strandtag beim Strandtag. Der Abendspaziergang beim Abendspaziergang.
Das klingt nach kleiner Ordnung. In Wahrheit ist es ein großer Zeitsparer. Denn je weniger du suchst, desto schneller schneidest du.
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Die beste Stelle im Clip auswählen
Bevor du deine Clips in die Timeline ziehst, solltest du eine Vorauswahl treffen. Das ist einer der wichtigsten Schritte in diesem DaVinci Resolve Tutorial für Anfänger. Du willst nicht alle Clips in voller Länge in deinem Film haben. Du willst die besten Stellen der besten Clips.
Dazu machst du einen Doppelklick auf einen Clip im Medienfenster. Der Clip erscheint im Vorschaufenster. Mit der Leertaste kannst du ihn abspielen und pausieren. Du kannst auch mit dem Abspielkopf durch den Clip scrollen. Dieser Abspielkopf zeigt dir, wo du dich gerade im Clip befindest.
Dann wählst du den Bereich aus, den du wirklich verwenden möchtest. Das geht über die Anfasser rechts und links oder über die Tastatur. Mit I setzt du den Inpoint, also den Anfangspunkt. Mit O setzt du den Outpoint, also den Endpunkt.
Warum Vorauswahl schneller ist als späteres Aufräumen
Vielleicht denkst du: Das kann ich doch später in der Timeline noch kürzen. Ja, kannst du. Aber genau dadurch machst du dir das Leben schwerer.
Wenn du vorher eine Auswahl triffst, ziehst du später nur das Best-of deiner Clips in die Timeline. Nicht den verwackelten Anfang. Nicht die langweiligen Sekunden danach. Nicht die Stelle, an der du noch die Kamera ausgerichtet hast.
Du baust deinen Film also nicht aus Rohmaterial, sondern aus vorsortierten Momenten. Das macht die Timeline übersichtlicher und deinen Kopf ruhiger.
Und ruhiger Kopf ist beim Videoschnitt schwer unterschätzt.
Favoriten in die Timeline bringen und die Story aufbauen
Wenn du für alle Clips eine Vorauswahl getroffen hast, markierst du die Clips und ziehst sie in die Timeline. DaVinci Resolve übernimmt dann automatisch nur die ausgewählten Bereiche. Genau das willst du.
Jetzt liegt dein erstes Best-of unten in der Timeline. Noch kein fertiger Film, aber schon eine sehr brauchbare Grundlage. Du kannst dich nun durch die Timeline bewegen, Clips prüfen und die Reihenfolge verändern.
Im Schnitt-Tab kannst du Clips nehmen und an eine andere Stelle ziehen. Wenn eine Szene besser früher kommen soll, ziehst du sie nach vorne. Wenn ein Clip die Geschichte bremst, fliegt er raus oder wandert nach hinten.
Warum Reihenfolge mehr ist als Ordnung
Die Reihenfolge deiner Clips ist deine Geschichte. Zwei identische Clips können völlig unterschiedlich wirken, je nachdem, was davor und danach kommt.
Ein Blick aus dem Boot ist schön. Aber wenn davor die Kinder einsteigen und danach die Fahrt losgeht, wird daraus ein Moment in einer Geschichte. Ein einzelner Clip bekommt Bedeutung durch seinen Platz.
Für deine ersten Filme ist eine chronologische Reihenfolge oft am besten. Sie entspricht dem Erlebnis. Erst der Anfang, dann der Weg, dann der Höhepunkt, dann das Ende. Das versteht jeder sofort.
Im Montage-Tab genauer schneiden
Für den weiteren Schnitt wechselst du in den Montage-Tab. Der ist ähnlich aufgebaut: Medienfenster, Vorschaufenster und Timeline. Du kannst dort den Arbeitsbereich für dich angenehmer machen. Zum Beispiel das Medienfenster hochklappen, ein zweites Vorschaufenster schließen, Inspector oder Metadaten ausblenden und das Vorschaufenster größer ziehen.
Das klingt nach Oberfläche, ist aber wichtig. Wenn du besser siehst, was du machst, schneidest du besser. Du brauchst nicht alle Fenster gleichzeitig. Du brauchst nur die, die dir beim aktuellen Schritt helfen.
In die Timeline zoomst du mit gedrückter Option- oder Alt-Taste und Mausrad oder mit Command beziehungsweise Steuerung und Plus oder Minus. Mit der Leertaste spielst du dein Video ab und pausierst es wieder. Mit dem Abspielkopf kannst du gezielt durch dein Video scrollen.
Trimmen ohne Originalmaterial zu zerstören
In der Timeline kannst du Clips nachträglich weiter kürzen oder wieder verlängern. Dazu aktivierst du den Trimmschnittmodus. Wenn du am Rand eines Clips ziehst, kannst du den sichtbaren Bereich verändern.
Das Schöne ist: Der Clip oben im Medienfenster bleibt erhalten. Du zerstörst also nicht dein Originalmaterial. Du entscheidest nur, welcher Teil in der Timeline sichtbar ist.
Das nimmt dir die Angst vor dem Kürzen. Wenn du zu viel abgeschnitten hast, ziehst du den Clip wieder etwas länger. Fertig.
Mit dem Klingentool Clips zerteilen
Mit dem Klingentool kannst du Clips zerteilen. Das ist praktisch, wenn mitten im Clip eine schlechte Stelle liegt. Du setzt vor und nach dieser Stelle einen Schnitt, entfernst den schlechten Teil und behältst den guten Anfang und das gute Ende.
Wenn du etwas falsch machst, nutzt du Command-Z oder Steuerung-Z. Rückgängig ist dein Sicherheitsnetz. Jeder, der Videos schneidet, nutzt es ständig. Wer etwas anderes behauptet, schneidet wahrscheinlich gar nicht.
Danach wechselst du wieder in den Auswahlmodus. Mit der Löschtaste kannst du Clips aus der Timeline entfernen. Wichtig: Sie verschwinden nur aus der Timeline. Im Medienfenster bleiben sie weiterhin vorhanden.
Bildausschnitt, Zoom und Zeitlupe sinnvoll einsetzen
Du kannst Clips nachträglich im Bildausschnitt verändern. Das geht über Umwandeln direkt im Vorschaufenster. Dort kannst du etwas hineinzoomen, das Bild verschieben oder drehen.
Nutze das sparsam. Ein kleiner Beschnitt kann helfen, wenn ein störendes Detail am Rand ist oder wenn du die Bildkomposition verbessern möchtest. Aber zu viel Zoom kann die Qualität sichtbar verschlechtern, besonders bei Handy- oder Actioncam-Material.
Auch Zeitlupe kannst du in DaVinci Resolve einsetzen. Dazu machst du einen Rechtsklick auf den Clip und änderst die Clipgeschwindigkeit. Wenn du einen Clip auf 50 Prozent setzt, läuft er halb so schnell.
Warum Zeitlupe nur mit passender Bildrate wirklich sauber wird
Wenn du mit 50 Bildern pro Sekunde aufgenommen hast und dein Projekt mit 25 Bildern pro Sekunde läuft, kannst du daraus eine schöne halbe Geschwindigkeit machen. Dann sind genug Einzelbilder vorhanden, damit die Bewegung weich bleibt.
Wenn dein Clip aber nur mit 25 Bildern pro Sekunde aufgenommen wurde und du ihn verlangsamst, fehlen Zwischenbilder. Die Bewegung kann ruckeln. Das ist kein Zauberfehler von DaVinci Resolve. Es liegt am Material.
Für Familienfilme heißt das: Nimm besondere Momente, die du später in Zeitlupe zeigen willst, möglichst mit höherer Bildrate auf. Sprünge ins Wasser, Laufen, Wellen, Kinderlachen, Actioncam-Momente. Genau dort lohnt sich Zeitlupe.
Was du mit Audio in Zeitlupe machst
Ein Problem bei Zeitlupe ist der Ton. Wenn du einen Clip verlangsamst, klingt das Audio oft seltsam. Tiefer, gedehnt, unnatürlich. Meistens willst du das nicht im fertigen Familienfilm hören.
Du kannst Bild und Ton voneinander lösen. Dazu entfernst du die Verknüpfung des Clips. Dann wählst du das Audio separat aus und setzt dessen Geschwindigkeit wieder auf 100 Prozent. Danach kannst du es passend verlängern oder anpassen und die Clips wieder verknüpfen.
Das klingt im ersten Moment etwas technisch. Aber der Gedanke ist einfach: Bild darf langsam werden, Ton muss nicht automatisch mit in die Zeitlupe.
Musik hinzufügen, ohne dass sie abrupt endet
Jetzt kommt Musik. Du importierst sie wie deine Clips per Rechtsklick ins Medienfenster und ziehst den Musikclip unter deine Videospur. Die Timeline kannst du dafür etwas höher ziehen, damit du die Audiospur besser sehen kannst.
Der Musikclip ist meistens zu lang. Der schnelle Fehler wäre, ihn hinten einfach abzuschneiden. Dann endet die Musik aber oft hart und unnatürlich.
Besser ist ein kleiner Trick: Du willst das natürliche Ende der Musik behalten. Also kürzt du den Musikclip zunächst von vorne, ziehst ihn ans Ende deines Videos und lässt ihn dort sauber ausklingen. Danach ziehst du den Anfang wieder nach vorne auf.
Ein- und Ausfaden macht deinen Film ruhiger
Wenn die Musik vorne abrupt startet, lässt du sie einfaden. Das bedeutet: Sie wird langsam lauter. Das klingt angenehmer und professioneller.
Auch das Audio deines Videos kannst du ein- und ausfaden. So wirken harte Tonanfänge weicher. Am Ende kannst du Audio ausfaden und das Video ins Schwarz ausblenden lassen.
Die Musik sollte außerdem nicht zu laut sein. Gerade bei Familienfilmen sind Stimmen, Lachen und echte Geräusche wertvoll. Musik soll tragen, nicht erschlagen.
Titel einfügen und lesbar gestalten
Titel fügst du über das Medienfenster hinzu. Dort findest du im Effekte-Tab den Bereich Titel. Für den Anfang reicht der Standardtext fast immer aus. Blackmagic beschreibt offiziell, dass du Textgeneratoren oder Fusion-Titelvorlagen aus der Effektbibliothek in die Timeline über deine Videospuren ziehst und anschließend im Inspector anpasst.
Du ziehst den Titel über dein Video, wählst den Textclip aus und öffnest den Inspector. Dort findest du die Bearbeitungsmöglichkeiten für den gewählten Clip. Du kannst den Text ändern, Schriftart und Farbe anpassen und die Position im Vorschaufenster verändern.
Mit der Pipette kannst du sogar eine Farbe aus dem Video aufnehmen. Das kann helfen, wenn dein Titel optisch besser zum Bild passen soll. Zusätzlich kannst du einen Schlagschatten setzen. Gerade bei unruhigen Hintergründen verbessert das die Lesbarkeit.
Lesbarkeit schlägt Designspielerei
Ein Titel soll nicht beweisen, dass du viele Schriftarten gefunden hast. Er soll gelesen werden. Besonders auf Bewegtbild ist das schwierig, weil der Hintergrund nicht stillsteht.
Halte Titel kurz. Wähle eine klare Schrift. Nutze Farbe, Schatten oder eine dezente Kontur nur dann, wenn sie helfen. Wenn dein Titel gut lesbar ist und zum Film passt, ist er fertig.
Auch hier gilt: Weiterarbeiten. Nicht zwanzig Minuten an einer Überschrift herumdrehen, während der Film noch nicht exportiert ist.
Farben korrigieren: Ein bisschen reicht oft
Für die Farbanpassung wechselst du in den Farbtab. Auch dort kannst du den Arbeitsbereich vereinfachen, indem du unnötige Fenster ausblendest und die Vorschau größer machst.
Wenn ein Clip zu blass aussieht, kannst du etwas Kontrast hinzufügen. Ist er zu dunkel, machst du ihn ein wenig heller. Wirkt das Bild zu kühl, kannst du die Farbtemperatur wärmer einstellen. Zum Schluss kannst du die Sättigung leicht erhöhen, damit die Farben knackiger wirken.
Das Ziel ist nicht, aus jedem Urlaubsvideo einen Kinofilm zu machen. Das Ziel ist, die Clips angenehmer und stimmiger wirken zu lassen.
Vorher-Nachher prüfen und Korrekturen kopieren
Über die Vorher-Nachher-Ansicht kannst du prüfen, ob deine Farbkorrektur wirklich hilft. Das ist wichtig, weil man beim Bearbeiten schnell übertreibt. Erst etwas Kontrast. Dann noch wärmer. Dann noch mehr Sättigung. Und plötzlich sieht der Urlaub aus wie eine Obstwerbung.
Du kannst eine Farbbearbeitung auch auf einen anderen Clip kopieren. Dazu wählst du den bearbeiteten Clip, kopierst ihn mit Command-C oder Steuerung-C, wählst den Zielclip aus und fügst die Bearbeitung ein.
Trotzdem musst du meistens jeden Clip noch etwas individuell anpassen. Licht, Blickrichtung und Hintergrund ändern sich. Eine Korrektur, die auf einem Clip gut aussieht, passt nicht automatisch perfekt auf den nächsten.
Exportieren: Erst dann ist dein Film fertig
Zum Schluss exportierst du dein Video. Das machst du über den Export-Tab. Dort gibst du deinem Film einen Namen und legst fest, wo die Datei gespeichert werden soll.
Die Standard-Einstellungen passen für viele einfache Projekte bereits gut. Das Format kannst du auf MP4 stellen, wenn du eine gut nutzbare Datei für viele Geräte und Plattformen möchtest. Dann fügst du den Job der Render-Liste hinzu und klickst auf Rendern.
Blackmagic nennt Quick Export als schnellsten Weg, eine Datei auszugeben. Für EinsteigerInnen ist aber vor allem wichtig, den Export überhaupt zu machen: Ein Film ist nicht fertig, wenn er hübsch in DaVinci Resolve liegt. Er ist fertig, wenn du ihn außerhalb des Programms anschauen kannst.
Der Export ist die Belohnung
Viele HobbyfilmerInnen kommen bis kurz vor den Export und fangen dann wieder an zu zweifeln. Ist die Musik perfekt? Sind die Farben gut genug? Sollte der Titel anders sein? Ist die Zeitlupe zu langsam?
Natürlich kann man immer noch etwas verbessern. Aber irgendwann muss der Film raus. Deine Familie wartet nicht auf eine perfekte Timeline. Sie wartet auf den fertigen Film.
Ein exportierter Film ist wertvoller als ein perfektes Projekt, das niemand je sieht.
DaVinci Resolve Tutorial für Anfänger: Der einfache 10-Schritte-Ablauf
Wenn du mit DaVinci Resolve schnell deinen ersten Urlaubsfilm schneiden willst, halte dich an einen einfachen Ablauf. Stelle das Programm bei Bedarf auf Deutsch. Lege ein neues Projekt mit sinnvollem Namen an. Setze die Timeline auf 25 Bilder pro Sekunde. Importiere deine Clips. Sortiere sie nach Datum und Uhrzeit.
Dann triffst du für jeden Clip eine Vorauswahl mit Inpoint und Outpoint. Ziehe nur diese ausgewählten Bereiche in die Timeline. Baue die Reihenfolge so auf, dass eine verständliche Geschichte entsteht. Wechsle für den Feinschnitt in den Montage-Tab, mache dir die Oberfläche übersichtlich und kürze Clips dort weiter, wo es nötig ist.
Setze Zeitlupe nur dort ein, wo dein Material dafür geeignet ist. Trenne bei Bedarf Audio und Video, wenn der Ton durch Zeitlupe unnatürlich klingt. Füge Musik hinzu, nutze das natürliche Ende des Musikstücks und halte die Lautstärke im Griff. Setze einen einfachen Titel, achte auf Lesbarkeit und nutze Schatten nur, wenn er wirklich hilft.
Verbessere Farben vorsichtig. Prüfe Vorher und Nachher. Kopiere Korrekturen nur dann, wenn sie wirklich passen. Und dann exportiere deinen Film als MP4.
Du lernst DaVinci Resolve durch fertige Filme
Der wichtigste Satz kommt zum Schluss: Du lernst DaVinci Resolve nicht dadurch, dass du jeden Knopf ausprobierst. Du lernst es, indem du Filme fertigstellst.
Dein erster Film muss nicht perfekt sein. Er muss fertig werden. Dann kommt der zweite. Dann der dritte. Und irgendwann sieht DaVinci Resolve nicht mehr aus wie ein riesiges Monster, sondern wie ein Werkzeug, das du bedienen kannst.
Genau das ist das Ziel. Nicht Profi werden um jeden Preis. Sondern schneller fertige Familien- und Urlaubsfilme schneiden, die ihr wirklich anschauen könnt.
Bis dahin: Filme deine Lieben und liebe deine Filme.
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Über den Autor
Christian Sunderdiek ist Profi-Filmemacher und hat über 18 Jahre Erfahrung im Filmen und im Videoschnitt. Für die Leser dieses Blogs gibt er regelmässig kostenfreie Webinare für Hobby-Filmer.